Licht in der Dunkelheit

Frauen feierten den Weltgebetstag zum Thema „Zukunftsplan: Hoffnung“
   

„Am Anfang sprach Gott: Es werde Licht!“ So begann der diesjährige Weltgebetstag der Frauen, dessen Texte von Frauen aus England, Wales und Nordirland gestaltet wurden. „Gemeinsam wollen wir Samen der Hoffnung aussäen in unserem Leben, in unseren Gemeinschaften, in unserem Land und in dieser Welt“, heißt es im Vorwort und Hoffnung ist derzeit notwendiger denn je.

   

   

Kriegsgefahr und Klimawandel, Inflation und Corona-Pandemie: Mit Angst und Unsicherheit blicken viele Menschen in die Zukunft. Am ökumenischen Weltgebetstag setzten Christinnen aus England, Wales und Nordirland den oft düsteren Aussichten einen ermutigenden Gottesdienst mit dem Titel „Zukunftsplan: Hoffnung!“ entgegen. Eine Gruppe von 31 Frauen aus 18 unterschiedlichen christlichen Konfessionen und Kirchen hat gemeinsam die Gebete, Gedanken und Lieder zum Weltgebetstag 2022 ausgewählt. Diese Frauen sind zwischen Anfang 20 und über 80 Jahre alt und stammen aus England, Wales und Nordirland.

   

Titelbild zum Weltgebetstag 2022.
(von www.weltgebetstag.de)

   

In ihrem Gottesdienst erzählen sie von bewegender Geschichte, spektakulären Landschaften und multi-ethnischen Metropolen. Mit den drei Lebens-Geschichten von Lina, Nathalie und Emily kommen auch Themen wie Armut, Einsamkeit und Missbrauch zur Sprache. Hoffnung vermittelt der zentrale Bibeltext „Ich werde euer Schicksal zum Guten wenden“.

Am Abend des ersten Freitags im März trafen sich katholische und evangelische Frauen aus Schierling und Umgebung in der katholischen Pfarrkirche zu dieser Feier. Rosi Auburger, Inge Blümel, Gudrun Lederer, Maria Schmalhofer und Hedwig Spiegel trugen die Texte abwechselnd vor, Lisa Baumgartner bediente den CD-Player. Die Lieder passten thematisch zu den Texten. Sie wurden von einer CD abgespielt. In diesen Liedern mit schönen Melodien wurde Gott gepriesen, ihm gedankt und um seine Hilfe gebeten.

   

Lisa Baumgartner, Rosi Auburger, Maria Schmalhofer, Gudrun Lederer, Inge Blümel und Hedwig Spiegel (von links) gestalteten in Schierling die Liturgie zum Weltgebetstag. Für das Foto wurden kurz die Masken abgenommen.

   

Im Laufe der Liturgie wurden insgesamt sieben Kerzen entzündet. In der Lesung ging es um einen Brief des Propheten Jeremia an das in der babylonischen Verbannung lebende Volk aus Jerusalem. Darin heißt es unter anderem: „Lasst euch nicht von den Leuten täuschen, die bei euch prophetisch tätig sind oder Orakel geben, denn jene Leute erfinden falsche Prophezeiungen in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt.“

   

   

Den Abschluss bildete wie in jedem Jahr das sehr klangvolle und hoffnungsfrohe Lied „Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder, auch sie, o Herr, ist Deine Zeit. Dich priesen unsre Morgenlieder, Dir sei die Stille nun geweiht.“ Die dritte Strophe lautete: „Kaum ist die Sonne uns entschwunden, weckt ferne Menschen schon ihr Lauf, und herrlich neu steigt alle Stunden die Kunde Deiner Wunder auf.“ Die Organisatorinnen dankten allen Besucherinnen für's Mitfeiern. Vor dem Segen wurde noch eine Kollekte durchgeführt für Frauen- und Mädchenprojekte in Europa, Lateinamerika, Afrika, Asien und im Nahen Osten.

   


back  ZURÜCK

Text: Roswitha Geiger, Fotos: Karin Naber / Laber-Zeitung

 STARTSEITE