1.700 Euro für die Moldawien-Hilfe

Markt und seine Bediensteten unterstützen arme alte Menschen und Kinder
   

Die „Caritas“ als tätige Nächstenliebe ist einer der Grundaufträge von Christen. Ein Grundsatz dabei ist, über den eigenen Kirchturm und die Gemeindegrenze hinauszuschauen, dorthin, wo Menschen in Not sind. Dass es dieses Bewusstsein in Schierling gibt, das haben der Marktgemeinderat und die Betriebsgemeinschaft des Marktes Schierling eindrucksvoll bewiesen. Mit insgesamt 1.700 Euro unterstützten sie das Überleben von alten Menschen und Kindern sowie deren Zukunftssicherung in Moldawien.

Bürgermeister Christian Kiendl und Martina Böhm vom Personalamt des Rathauses übergaben die Spende an Pfarrer Bernhard Pastötter und an Fritz Wallner, der insbesondere den Kontakt zur Hilfsorganisation Pro Umanitas in Moldawien hält, von der die Projekte umgesetzt werden. Von Schierling aus geht es vor allem um die Existenzsicherung eines Kindertagesheimes im Ort Mihailovka, in dem 25 Kinder betreut werden, sowie um die Unterstützung von Suppenküchen für arme alte Leute und hilfsbedürftige Kinder.

   

Der Markt Schierling und seine Betriebsgemeinschaft unterstützten die Moldawien-Hilfe mit insgesamt 1.700 Euro. Bei der Übergabe wurde kurz der Mund-Nase-Schutz abgenommen. Von links Pfarrer Bernhard Pastötter, Martina Böhm und Bürgermeister Christian Kiendl sowie Fritz Wallner.

   

Bürgermeister Christian Kiendl erklärte bei der Spendenübergabe, dass es Tradition ist, humanitäre Projekte zu unterstützen. Über viele Jahre geschah dies aus den Benutzungsgebühren für das Freizeitzentrum anlässlich des Labertal-Festivals. Seit die Veranstaltung wegen der Pandemie nicht stattfinden kann, und es deshalb keine Einnahmen gibt, hat der Marktgemeinderat beschlossen, aus eigenen Mitteln zu helfen.

Es wurden jeweils 500 Euro für die Indiohilfe Ecuador von Pfarrer Werner Gallmeier, an die Helfer vor Ort Oberdeggenbach des Malteser Hilfsdienstes, an die Initiative Regensburg Inklusiv, die Aktion „Ahrefanten“ von Bärbel Kick und die Moldawien-Hilfe zugesagt.

Außerdem kamen 1.200 Euro von der Betriebsgemeinschaft zusammen. Den Bediensteten war anstelle der ausgefallenen Gemeinschaftsaktionen Betriebsausflug und Weihnachtsfeier jeweils ein Gutschein von 30 Euro angeboten worden. Von 40 wurde zugunsten der Moldawien-Hilfe auf die Inanspruchnahme verzichtet. „Das ist eine tolle Leistung der Beschäftigten!“, sagte der Bürgermeister.

Pfarrer Bernhard Pastötter erinnerte daran, dass die Kirche im Rahmen der Caritas auf diejenigen Menschen schaut, die Hilfe brauchen, und zwar über alle Grenzen von Ländern oder Religionen hinweg. Insbesondere auch die Fotos aus Moldawien hätten ihn betroffen gemacht. Für ihn stellt es eine gute Balance dar, wenn etwa die Hälfte der Bediensteten mit dem Gutschein gerade in diesen Zeiten die heimische Gastronomie unterstützt und die andere Hälfte arme Menschen teilhaben lässt. „Ich bin dafür sehr dankbar und sage herzlich Vergelt’s Gott“, so der Pfarrer.

Fritz Wallner dankte den Initiatoren der gemeindlichen Aktion, dem Marktgemeinderat und den Bediensteten, sowie Pfarrer Pastötter, dass er zugesagt hat, die Hilfsaktion weiterhin unter dem Patronat der Pfarrgemeinde laufen zu lassen. Angesichts der Hilfsbereitschaft seiner ehemaligen Kolleginnen und Kollegen sagte Fritz Wallner, dass er jetzt stolz sei, über 41 Jahre lang Teil dieser Betriebsgemeinschaft gewesen sein zu dürfen.

   


back  ZURÜCK

Text und Foto: Nadine Niebauer / Laber-Zeitung

 STARTSEITE