In Erinnerung an das letzte Abendmahl

Liebe Gottes wurde in Jesus Mensch – Lamm ist ein Symbol der Liebe
   

Am Gründonnerstag, dem Beginn des Triduums, wurde der Gottesdienst in Erinnerung an das Letzte Abendmahl gefeiert. Pfarrer Bernhard Pastötter begrüßte dazu besonders die Kommunionkinder, die im Mai zum ersten Mal am Tisch des Herrn die heilige Erstkommunion erhalten.

   

   

In der ersten Lesung wurde auf die blutige Vergangenheit des Gründonnerstags aufmerksam gemacht, denn bereits die Nomaden opferten ein junges Lamm, dessen Blut an die Zelte und Behausungen gestrichen wurde. Einerseits war das Blut Symbol des Lebens und der Lebenskraft, weshalb ihm die Wirkung nachgesagt wurde, todbringende Dämonen und unheilvolle Mächte abzuschrecken und so die Bewohner zu schützen. Andererseits war das Lamm ein Symbol der Liebe.

Große Schaf- und Ziegenherden waren für die damaligen Hirten nicht nur Zeichen von Wohlstand, sondern auch essentiell für das Leben der Nomaden. Durch das Fleisch, die Wolle und die Milch wurde ihnen erst eine Lebensgrundlage gewährt. Das Opfern eines Jungtieres bedeutete also, für Gott auf einen Teil des Besitzes zu verzichten und so auf die Liebe und das Vertrauen Gottes zu bauen. Später erinnerten die Opfergabe und die Feier des Paschafestes die Juden an die Befreiung der Sklaven aus der Vormundschaft des Pharaos und den Auszug aus Ägypten.

   

   

Deshalb soll dieses Fest auch ermutigen aus weiteren Zwängen und neuer Unfreiheit auszubrechen. Um jedoch dem erdrückenden Zwang des Todes sowie der Schuld und der Sünde, die auf den Menschen lastet, zu entkommen, muss die Liebe Gottes erst selbst in Jesus Mensch werden. Denn Jesus selbst ist das Paschalamm, das durch seinen Tod am Kreuz alle Zwänge, sogar den Tod überwinden kann. In Erinnerung an das Letzte Abendmahl und die Aufopferung Jesu feiern die Christen weltweit die Gegenwärtigkeit Gottes im Brot und Wein.

Am Ende des Gottesdienstes wurde an die Gefangennahme Jesu und die Nacht am Ölberg erinnert, weshalb Herr Bernhard und Pastoralassistent Alexander Straub den Altarraum räumten und das Allerheiligste in den Seitenaltar beim heiligen Grab übertrugen. Für die musikalische Umrahmung der Messe sorgte die Männerschola.

   
   


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Text und Fotos: Lisa Lugauer / Laber-Zeitung

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