Friedensgebet in der Pfarrkirche

Alle Menschen sind Brüder und Schwestern
   

Pfarrer Bernhard Pastötter reagierte auf die Sorgen und Ängste der Gläubigen und organisierte am Sonntagabend eine Friedensandacht gegen den Krieg in der Ukraine. Viele Pfarreimitglieder besuchten die Andacht und trugen ihr Anliegen vor Gott. Pfarrer Pastötter betete zusammen mit den Gläubigen der Pfarrei Schierling am Sonntagabend für den Frieden in Osteuropa.

   

Pfarrer Bernhard Pastötter entzündete die Friedenskerze.

   

In der Predigt verwies Herr Bernhard auf ein Interview mit der Ukrainerin Olena Noha, die bezeugte, dass der Glaube und das tägliche Gebet in diesen schwierigen Zeiten viel Kraft und Mut spenden. Diesem Gebet schließen sich nicht nur die betroffenen Menschen im Kriegsgebiet an, sondern viele Gläubige rund um den Globus. Sie beten für die Menschen, die Leid, Elend, Angst und Schrecken erleben müssen. Denn der Glaube richtet sie auf und gibt ihnen Halt.

Wie bereits in der Bibel erwähnt wird, kann das Gebet Berge versetzen. Deshalb rief Herr Bernhard dazu auf, besonders in der Fastenzeit eine tägliche Bitte für die Kriegsopfer und die Geflüchteten vor Gott zu tragen, denn so wird sich der Herr ihrer erbarmen und ihnen den Frieden schenken. Denn der wahrhaftige Frieden kann nicht durch Waffengewalt oder politische Abkommen geschaffen werden, sondern er wird von Gott gespendet, der über die Mächte des Bösen siegt.

   

   

Herr Bernhard bittet deshalb, von Anfeindungen gegen die russische Gesellschaft und gegen das Regime Putins abzulassen, um stattdessen für sie zu beten, dass sie zur Einsicht kommen und weitere Gewalttaten unterlassen.

Besonderer Altarschmuck
Auf den Volksaltar der Pfarrkirche wurde die blau-gelbe ukrainische Fahne geheftet. Diese Altargestaltung greift die Tradition der Fastentücher auf, die vor allem ab den 1970er Jahren durch das Hilfswerk Misereor wieder präsent wurde. Das Hungertuch soll die Augen zum Fasten bringen und auf aktuelle Themen aufmerksam machen. In dieser Fastenzeit handelt es sich dabei um den Krieg in der Ukraine.

   

Altarschmuck.

   

Die Friedenstaube auf der Fahne erinnert an die Zeit der Sintflut, als Noah eine Taube aussandte, um zu sehen, ob der Wasserpegel bereits gesunken ist. Der Olivenzweig im Schnabel der Friedenstaube ist daher ein Symbol der Zuversicht, dass auch nach katastrophaler Zerstörung noch Hoffnung besteht und dass der Mut nie schwinden soll. Es erinnert aber auch daran, dass nur Noahs Familie die Flut überlebte und deshalb alle Menschen Brüder und Schwestern sind.

   

Die Gläubigen legten Kerzen am Altar nieder.

   

Diesen Zusammenhalt merkt man besonders in diesen Zeiten, denn in vielen Ländern werden Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet aufgenommen. Es wehen ukrainische Flaggen, es werden Hilfsgüter gespendet und es wird für den Frieden demonstriert und gebetet. So wurde auch in den Fürbitten für das gemeinsame Bekenntnis zum Frieden und für den Beistand der Opfer und die Verantwortlichen in der Politik gebetet. Als Zeichen für den Frieden legten alle Gläubigen am Ende der Andacht eine Kerze zwischen die Fahnen der beiden Kriegsländer am Altar nieder.

   


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Text und Fotos: Lisa Lugauer / Laber-Zeitung

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